Mietschulden in Berlin rückläufig
Die neuen Zahlen über die Berliner Mietschulden sind nun offiziell. Nachdem die vergangenen Jahre deutliche Rückgänge bei den ausstehenden Mieten der Berliner gezeigt hatten, wurde dieser Rückgang im Jahr 2009 sehr stark abgebremst. So stehen immer noch Mietschulden in zweistelliger Millionenhöhe bei den Berliner Vermietern aus. Dennoch befürchten Experten, wie der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e. V., kurz BBU, dass die Mietschulden sich wieder erhöhen könnten, wenn die Regierung ihre aktuellen Pläne umsetzt.
Doch zurück auf Anfang: Insgesamt sind 120 Wohnungsunternehmen im BBU vertreten. Sie alle hatten gesamte Mietschulden in Höhe von 91 Millionen Euro im Jahr 2009 zu verzeichnen. Der Rückgang im Gegensatz zum Vorjahr, wo es noch 91,5 Millionen Euro waren, beträgt somit 0,5 Prozent. Trotzdem der Rückgang der Mietschulden, der 2008 noch 11,6 Millionen Euro betrug, deutlich abgebremst wurde, sieht die BBU den Rückgang als Erfolg. Man müsse schließlich auch bedenken, dass die aktuelle Krise ihre Spuren hinterlassen habe.
Jedoch geht der BBU ebenfalls davon aus, dass die Mietschulden in Zukunft nicht weiter sinken werden, da die Bundesregierung Pläne hat, die auch trotz dem modernen Mietschuldenmanagement, das die meisten der Wohnungsunternehmen anwenden, nicht aufgefangen werden können. So heißt es aus Regierungskreisen, dass das Wohngeld gekürzt werden solle. Das aber sei genau der falsche Weg, denn die Krise hinterlasse ihre Spuren langfristig, der Abwärtstrend ist noch nicht zu Ende, sind sich die Experten einig. Die BBU geht davon aus, dass die Mietschulden steigen, wenn jetzt das Wohngeld gekürzt wird, so wie es Peter Ramsauer vorsieht. Für die Mieter wäre das ein riesiges Problem, vor allem aber auch für die Wohnungsunternehmen, die ohnehin schon geringe Mieten in Berlin verlangen könnten. Fielen davon noch große Teile aus, seien Insolvenzen der Wohnungsunternehmen kaum mehr aufzuhalten.