Archive for the ‘Garten’ Category

 

Im Garten alte Hecken wieder in Form bringen

Juli 15th, 2010Posted by Redakteur

Gerade alte Hecken verlieren im Laufe der Jahre oft an Aussehen und Ästhetik. Ob nun Löcher, eine unschöne Form oder ähnliches, die Hecke ist oft der Abschluss des Gartens, so dass es unbedingt vonnöten ist, dass diese richtig gepflegt wird. Nur dann erscheint der gesamte Garten in einem schönen Glanz. Welche Maßnahmen helfen, um alte Hecken wieder auf Vordermann zu bringen, zeigen wir hier.

Rückschnitt der Hecken

Die meisten der Hecken, die Laub abwerfen, verlieren im Laufe der Zeit an Ästhetik. Dem kann man entgegen wirken, wenn man diese Hecken regelmäßig und sehr stark zurück schneidet. Dabei ist der Rückschnitt jedoch nur dann von Erfolg gekrönt, wenn auch die anderen Umstände stimmen. Hierzu zählt beispielsweise der Standort, der möglichst hell sein sollte. Auch eine sehr gute Wasserversorgung muss gegeben sein. Für den Rückschnitt sollten die Hecken mit der Säge bis auf 30 Zentimeter über dem Boden zurück geschnitten werden. Die Schnittstellen sollten mit einem speziellen Wundverschlussmittel gekürzt werden.

Sofern es sich um immergrüne Hecken handelt, ist etwas anders vorzugehen. Hier wird im ersten Jahr nur jeder zweite Trieb zurück geschnitten, erst im folgenden Jahr kann der Rest verjüngt werden. Gerade bei sehr alten immergrünen Hecken kann es auch passieren, dass diese nach dem Rückschnitt erneut austreiben, jedoch viele Jahre benötigen, um wieder eine ansehnliche Form zu erreichen. Hier lohnt sich oft die Neuanlage der Hecke.

Die Hecken, die Laub abwerfen, sollten idealerweise im Winter zurück geschnitten werden, genauer zwischen Februar und März. Die immergrünen Hecken dagegen sollten zwischen Juni und Juli zurück geschnitten werden, da die Schnittwunden in dieser Zeit besser abheilen. Oftmals kann der erneute Austrieb dann auch noch im gleichen Jahr beobachtet werden.

Lange und unverzweigte Neutriebe, die nach einem Rückschnitt oft entstehen, sollten genutzt werden, um damit eine gut verzweigte Krone zu erreichen. Die Heckensträucher, die besonders stark zurück geschnitten werden, sollten übrigens erst dann wieder gewässert und gedüngt werden, wenn die neuen Triebe bereits Blätter haben, die die Nährstoffe verwerten können.

Baumartige Hecken ausdünnen

Ebenfalls kann es bei baumartigen Hecken, wie dem Feld-Ahorn, den Hainbuchen oder den Rotbuchen zu einem starken Wuchs in die Breite kommen. Damit dieser ausgeglichen werden kann, ist wiederum ein Rückschnitt notwendig, der jedoch anders, als oben beschrieben erfolgen muss. Bei Hecken aus Nadelgehölzen ist jedoch darauf zu achten, den Rückschnitt nicht zu stark zu wählen, da sie sonst daran absterben könnten. Bei Lebensbäumen und Scheinzypressen kann es zur Bildung von Löchern kommen, werden sie bis ins Holz zurück geschnitten. Diese Löcher werden sich auch nicht mehr schließen. Wichtig bei den Nadelgehölzen ist außerdem, dass der Rückschnitt maximal bis zum Ansatz der Nadeln reicht, andernfalls werden die verbliebenen Stummel nicht mehr neu austreiben. Einzige Ausnahme gilt für die Eibe, die auch aus dem Stamm neue Triebe bilden kann.

Sommergrüne Hecken sollten in mehreren Etappen ausgedünnt werden. Im ersten Jahr wird bereits im Frühjahr begonnen, die oberen Hecken und eine seitliche Flanke stark zurück zu schneiden. Es sollten lediglich Stummel übrig bleiben, die leicht mit Seitenzweigen versehen sind. Im zweiten Jahr kann die andere Seite zurück geschnitten werden. Vorteil bei dieser Vorgehensweise: Die Hecken verkraften den Rückschnitt besser, da sie zumindest auf einer Seite noch grüne Blätter haben.

Wichtig ist auch, dass die Schnittwunden sauber gehalten werden. Bei sehr großen Schnittwunden sollte ein Wundverschlussmittel aufgebracht werden. Im alten Holz sitzen die so genannten „schlafenden Augen“, die neue Triebe ausbilden können. Es kann jedoch durchaus sein, dass bis zum erneuten Austreiben viel Zeit vergeht und erst im Sommer Veränderungen deutlich werden. Das ist nur natürlich, da die „schlafenden Augen“ erst einmal aktiviert werden müssen.

So werden Lücken wieder geschlossen

Besonders unansehnlich sind auch Hecken mit großen Lücken und Löchern. Kleinere Lücken lassen sich durch ausreichende Belichtung der jeweils betroffenen Stellen recht leicht wieder zurück bilden. Hier ist es sinnvoll, benachbarte Bäume zurück zu schneiden, die zu viel Schatten auf die Hecken werfen.

Bei größeren Lücken können benachbarte Zweige mit einem Bambusstamm über die Lücken geführt werden. Dadurch wird die Verzweigung auch an diesen Stellen angeregt, so dass sich die Lücken im Laufe der Zeit schließen.

Es kann aber gerade bei alten Hecken ebenso passieren, dass ganze Pflanzen einfach absterben. In diesem Fall sollte eine identische Ersatzpflanze nachgekauft werden. Diese muss in der Art und Sorte identisch sein und sollte ebenfalls genauso groß, wie die bestehende Hecke sein. Ein gutes Kriterium für die Auswahl ist die Stammgröße. Vor dem Einpflanzen sollte der mittlerweile oft ausgelaugte Boden möglichst tiefgründig aufgelockert und mit etwas Kompost aufgewertet werden. Ein Schnitt der Ersatzpflanze ist erst dann anzuraten, wenn sie tatsächlich fest eingewachsen ist.

So halten Sie Ihren Garten gesund

Juli 7th, 2010Posted by Redakteur

Wenn es um den eigenen Garten geht, werden viele Menschen sich händeringend fragen, warum so viele Schädlinge und Krankheiten ihren Pflanzen zu schaffen machen. Dabei geht es jedoch nicht ohne Schädlinge ab, diese finden sich in jedem Garten. Nur bei einem sehr starken Befall mit ihnen sollte man Hand anlegen und vorbeugende Maßnahmen ergreifen. Dafür muss aber erst einmal klar sein, woher die Schädlinge und Krankheiten kommen.

Ursachen für kranke Pflanzen: Der Boden

Ursachen für kranke Pflanzen gibt es viele, die wichtigsten wollen wir Ihnen hier vorstellen: So sind Pflanzen vielfach zu eng gepflanzt oder ihre Bedürfnisse hinsichtlich Trockenheit oder Feuchtigkeit, Licht oder Bodenwerte werden nicht ausreichend erfüllt. Staunässe ist ein weiteres Problem, das fast allen Pflanzen zu schaffen macht. Hier sollten zunächst die Bodenwerte mit speziellen Teststreifen überprüft werden. Außerdem kann das regelmäßige Hacken den Boden auflockern und ihn belüften. Gleichzeitig können Unkräuter entfernt werden, die den Pflanzen wichtige Nährstoffe entziehen.

Auch bei einem überdüngten Boden kann es zu Problemen mit den Pflanzen kommen. Hier reicht es aus, den Boden mit Kompost, organischem Dünger oder Algenkalk zu versorgen. Dadurch wird die Anreicherung mit wichtigen Mineralstoffen und Co. ausreichend gewährt. Der Boden wird zudem durch Gründüngung und durch das Mulchen verbessert. Positiver Nebeneffekt: Unkraut hat kaum Chancen. Allerdings hat eine dicke Mulchschicht auch einen Nachteil: Sie stellt das ideale Versteck für Schnecken dar. Deshalb ist darauf zu achten, dass anfänglich nur eine dünne Schicht Mulch aufgetragen wird.

Ursachen für kranke Pflanzen: Die Pflanzenwahl

Ebenfalls können Sie Ihren Garten gesund erhalten, wenn Sie ausschließlich sehr unempfindliche Pflanzen kaufen. Hier gibt es spezielle Sorten, etwa bei Rosen, die sehr widerstandsfähig gegenüber Schädlingen und Krankheiten sind.

Setzlinge, die gekauft werden, vermindern kranke Pflanzen. Denn gerade in der Wachstumsphase sind junge Pflanzen sehr anfällig. Kräftige Setzlinge aus dem Fachmarkt haben schon einen Teil dieser Phase hinter sich und bleiben deshalb gesund. Außerdem sollte darauf geachtet werden, keine Monokulturen anzupflanzen, da diese besonders häufig von Schädlingen betroffen sind. Besser geeignet sind Mischkulturen. Eine reiche Pflanzenvielfalt verschönert dabei nicht nur den Garten, sondern schützt die Pflanzen vor Krankheiten und Schädlingen. Auf die richtigen Nachbarpflanzen ist hierbei ebenso zu achten, wie auf die perfekte Fruchtfolge.

Kletterpflanzen sind eine Bereicherung für jeden Garten

Juni 29th, 2010Posted by Redakteur

Kletterpflanzen sind uns allen sicherlich bekannt. Sie zeichnen sich durch riesige, stark duftende Blüten und oft meterlange Lianen und Triebe aus. Dabei können Kletterpflanzen den Garten besonders gut bereichern. Sie stammen ursprünglich aus dichten Wäldern, weshalb sie stark in die Höhe wachsen mussten, um ausreichend Licht zu erhalten. Kletterpflanzen können aber nicht nur optisch einen Blickfang darstellen, sondern erfüllen auch vielfältige sinnvolle Funktionen.

Funktionen der Kletterpflanzen

Lange galten Hauswände, die mit Efeu oder Wildem Wein versehen waren, als optischer Blickfang. Um die positiven Funktionen, die die Kletterpflanzen dabei übernehmen können, wussten bis dato allerdings die wenigsten. So stellen Kletterpflanzen einen guten Wärmeschutz dar. Durch das dichte Blattwerk entsteht ein um sechs bis sieben Prozent geringerer Wärmeverlust an der entsprechenden Wand.

Auch im Sommer dient die Kletterpflanze als Sonnenschutz. So werden bis zu 80 Prozent der Sonnenstrahlen von den Kletterpflanzen absorbiert und reflektiert. Das heißt, es werden zahlreiche Sonnenstrahlen von der Wand ferngehalten, dies kühlt im Sommer. Im Winter kann die Wandtemperatur um ein bis zwei Grad Celsius gesteigert werden.

Ebenfalls schützen Kletterpflanzen vor starkem Regen und Feuchtigkeit an der Mauer. Sogar der Schwefeldioxyd-Gehalt sinkt im Blattwerk, so dass die Kletterpflanzen auch einen guten Filter für Schadstoffe aller Art darstellen. Natürlich ist auch die Umwelt ein Profiteur der Kletterpflanzen, die einen idealen Unterschlupf für allerlei Tierchen bieten.

Welche Kletterpflanzen sind die richtigen?

Um die Entscheidung für die passenden Kletterpflanzen zu treffen, müssen Sie um die Eigenschaften der Pflanzen und die Substanz des Hauses bzw. der Mauer, an der sie ranken sollen, Bescheid wissen. Vielfach werden Selbstklimmer im Handel angeboten. Sie gehen eine direkte Verbindung mit dem jeweiligen Untergrund ein, indem sie an ihm haften. Dabei werden die Wurzeln als Haftorgane genutzt. Allerdings muss die Wand rissfrei und fest sein, sonst können Selbstklimmer auch einen Schaden an der Wand verursachen. Zu den Selbstklimmern zählen der Efeu oder die Kletterhortensie, um nur einige Beispiele zu nennen.

Daneben gibt es die Haftscheibenranker, zu denen der Wilde Wein gehört. Sie zählen zwar auch zur übergeordneten Gruppe der Selbstklimmer, doch haften sie nicht, indem die Wurzeln ins Gemäuer eindringen. Sobald ein Kontakt zwischen Wand und Pflanze entsteht, wird ein Sekret abgegeben, das für die Haftung sorgt, die Wand jedoch nicht schädigt.

Bei einem Fachwerkhaus sollte auf Selbstklimmer allerdings verzichtet werden, da sie das Fachwerk durch einwachsende Wurzeln und Triebe schnell zerstören können. Bekleidungen, welche zur Abdeckung von Hohlräumen dienen, eignen sich ebenfalls nicht, da die Bekleidung durch einwachsende Wurzeln abgesprengt werden könnten. Bei Kunstharzputzen eignen sich Selbstklimmer ebenfalls wenig, da sie regelmäßig erneuert werden müssen. Außerdem weisen sie nur eine begrenzte Tragfähigkeit auf. Bei einem dünnen Oberputz, einem rissigen Putz oder ausgewittertem Mauerwerk sollte ebenfalls auf Selbstklimmer verzichtet werden. Genauso wenig darf das Dach überwuchert werden.

Kletterpflanzen am Gerüst

Auch bei den Kletterpflanzen für Gerüste gibt es eine große Auswahl. So unterscheidet man in die windenden, die rankenden Kletterpflanzen und die Spreizklimmer. Windende Pflanzen können ihre Triebe und Stängel selbstständig um alle Materialien winden, die ihnen Halt geben. Dabei sind Drähte und Spaliere besonders gut geeignet. Typische Beispiele für solche windenden Pflanzen sind Blauregen, Geißblatt und Feuerbohne.

Die Rankpflanzen greifen ebenfalls selbstständig nach allem, was Halt bietet. Besonders gut wachsen sie an Spalieren, Netzen und Gittern. Beispiele hierfür sind die Clematis und der Wein. Bei den Spreizklimmern handelt es sich nicht um Selbstklimmer. Sie können sich nicht von alleine festhalten, sondern müssen an ein Gerüst angebunden werden. Als Beispiel seien hier die Kletterrosen und Brombeeren genannt.

Diese Rankhilfen können verwendet werden

Für Kletterpflanzen stehen verschiedenste Rankhilfen zur Verfügung. Dazu zählen auch die Baustahlmatten, die im Baumarkt sehr preiswert angeboten werden. Sie eignen sich vor allem für Pflanzen, die den Blattstielrankern und den Sprossrankern zuzuordnen sind. Um ein Rosten zu vermeiden, sollten sie vor dem Einsatz als Rankhilfe gestrichen werden. Alternativ ist auch das Verzinken möglich.

Drahtseile und Drähte sind ebenfalls bewährte Rankhilfen. Sie eignen sich gut für Blauregen oder Kletterrosen. Im Handel werden sie verzinkt angeboten, aber genauso mit einer Kunststoffummantelung. Teurer sind die Bausatzsysteme aus rostfreiem Edelstahl. Mit einem Kokosseil, das zusätzlich um die Drähte und Drahtseile gewunden wird, können die Pflanzen noch besser ranken. Allerdings sollte ein Abstand zur Wand von 15 Zentimetern eingehalten werden. Denn gerade Pflanzen mit großem Volumen benötigen diesen Abstand.

Spaliere sind ebenfalls zu den Rankhilfen zu zählen. Sie werden oft aus Dachlatten zusammengestellt und stellen den begabten Heimwerker vor eine attraktive Aufgabe. Wichtig ist, dass das Holz druckimprägniert ist. Alternativ kann es auch mit Holzschutzmitteln gestrichen werden. Bei den Spalieren sollte mit Senkrechtschrauben gearbeitet werden. Zwar sind auch Nägel möglich, doch beeinträchtigen diese die Optik. Mit Hilfe von Fassadendübeln können Abstandshalter auf der Wand aufgebracht werden, um einen gewissen Abstand zu selbiger zu erhalten. Gut geeignet sind Spaliere übrigens für Blauregen, Knöterich und Baumwürger.