Gerade alte Hecken verlieren im Laufe der Jahre oft an Aussehen und Ästhetik. Ob nun Löcher, eine unschöne Form oder ähnliches, die Hecke ist oft der Abschluss des Gartens, so dass es unbedingt vonnöten ist, dass diese richtig gepflegt wird. Nur dann erscheint der gesamte Garten in einem schönen Glanz. Welche Maßnahmen helfen, um alte Hecken wieder auf Vordermann zu bringen, zeigen wir hier.
Rückschnitt der Hecken
Die meisten der Hecken, die Laub abwerfen, verlieren im Laufe der Zeit an Ästhetik. Dem kann man entgegen wirken, wenn man diese Hecken regelmäßig und sehr stark zurück schneidet. Dabei ist der Rückschnitt jedoch nur dann von Erfolg gekrönt, wenn auch die anderen Umstände stimmen. Hierzu zählt beispielsweise der Standort, der möglichst hell sein sollte. Auch eine sehr gute Wasserversorgung muss gegeben sein. Für den Rückschnitt sollten die Hecken mit der Säge bis auf 30 Zentimeter über dem Boden zurück geschnitten werden. Die Schnittstellen sollten mit einem speziellen Wundverschlussmittel gekürzt werden.
Sofern es sich um immergrüne Hecken handelt, ist etwas anders vorzugehen. Hier wird im ersten Jahr nur jeder zweite Trieb zurück geschnitten, erst im folgenden Jahr kann der Rest verjüngt werden. Gerade bei sehr alten immergrünen Hecken kann es auch passieren, dass diese nach dem Rückschnitt erneut austreiben, jedoch viele Jahre benötigen, um wieder eine ansehnliche Form zu erreichen. Hier lohnt sich oft die Neuanlage der Hecke.
Die Hecken, die Laub abwerfen, sollten idealerweise im Winter zurück geschnitten werden, genauer zwischen Februar und März. Die immergrünen Hecken dagegen sollten zwischen Juni und Juli zurück geschnitten werden, da die Schnittwunden in dieser Zeit besser abheilen. Oftmals kann der erneute Austrieb dann auch noch im gleichen Jahr beobachtet werden.
Lange und unverzweigte Neutriebe, die nach einem Rückschnitt oft entstehen, sollten genutzt werden, um damit eine gut verzweigte Krone zu erreichen. Die Heckensträucher, die besonders stark zurück geschnitten werden, sollten übrigens erst dann wieder gewässert und gedüngt werden, wenn die neuen Triebe bereits Blätter haben, die die Nährstoffe verwerten können.
Baumartige Hecken ausdünnen
Ebenfalls kann es bei baumartigen Hecken, wie dem Feld-Ahorn, den Hainbuchen oder den Rotbuchen zu einem starken Wuchs in die Breite kommen. Damit dieser ausgeglichen werden kann, ist wiederum ein Rückschnitt notwendig, der jedoch anders, als oben beschrieben erfolgen muss. Bei Hecken aus Nadelgehölzen ist jedoch darauf zu achten, den Rückschnitt nicht zu stark zu wählen, da sie sonst daran absterben könnten. Bei Lebensbäumen und Scheinzypressen kann es zur Bildung von Löchern kommen, werden sie bis ins Holz zurück geschnitten. Diese Löcher werden sich auch nicht mehr schließen. Wichtig bei den Nadelgehölzen ist außerdem, dass der Rückschnitt maximal bis zum Ansatz der Nadeln reicht, andernfalls werden die verbliebenen Stummel nicht mehr neu austreiben. Einzige Ausnahme gilt für die Eibe, die auch aus dem Stamm neue Triebe bilden kann.
Sommergrüne Hecken sollten in mehreren Etappen ausgedünnt werden. Im ersten Jahr wird bereits im Frühjahr begonnen, die oberen Hecken und eine seitliche Flanke stark zurück zu schneiden. Es sollten lediglich Stummel übrig bleiben, die leicht mit Seitenzweigen versehen sind. Im zweiten Jahr kann die andere Seite zurück geschnitten werden. Vorteil bei dieser Vorgehensweise: Die Hecken verkraften den Rückschnitt besser, da sie zumindest auf einer Seite noch grüne Blätter haben.
Wichtig ist auch, dass die Schnittwunden sauber gehalten werden. Bei sehr großen Schnittwunden sollte ein Wundverschlussmittel aufgebracht werden. Im alten Holz sitzen die so genannten „schlafenden Augen“, die neue Triebe ausbilden können. Es kann jedoch durchaus sein, dass bis zum erneuten Austreiben viel Zeit vergeht und erst im Sommer Veränderungen deutlich werden. Das ist nur natürlich, da die „schlafenden Augen“ erst einmal aktiviert werden müssen.
So werden Lücken wieder geschlossen
Besonders unansehnlich sind auch Hecken mit großen Lücken und Löchern. Kleinere Lücken lassen sich durch ausreichende Belichtung der jeweils betroffenen Stellen recht leicht wieder zurück bilden. Hier ist es sinnvoll, benachbarte Bäume zurück zu schneiden, die zu viel Schatten auf die Hecken werfen.
Bei größeren Lücken können benachbarte Zweige mit einem Bambusstamm über die Lücken geführt werden. Dadurch wird die Verzweigung auch an diesen Stellen angeregt, so dass sich die Lücken im Laufe der Zeit schließen.
Es kann aber gerade bei alten Hecken ebenso passieren, dass ganze Pflanzen einfach absterben. In diesem Fall sollte eine identische Ersatzpflanze nachgekauft werden. Diese muss in der Art und Sorte identisch sein und sollte ebenfalls genauso groß, wie die bestehende Hecke sein. Ein gutes Kriterium für die Auswahl ist die Stammgröße. Vor dem Einpflanzen sollte der mittlerweile oft ausgelaugte Boden möglichst tiefgründig aufgelockert und mit etwas Kompost aufgewertet werden. Ein Schnitt der Ersatzpflanze ist erst dann anzuraten, wenn sie tatsächlich fest eingewachsen ist.
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